Freiendlücke
Die Versorgung einer verkürzten Zahnreihe mit Implantaten:



Was ist eine Freiendsituation bzw. eine verkürzte Zahnreihe?
Fehlen auf einer oder beider Kiefernhälften die
großen Backenzähne oder auch weitere Zähne, so spricht man von einer verkürzten Zahnreihe bzw. Freiendsituation.
Sie ist kritisch für das gesamte Gebiß, da die Zähne im Gegenkiefer (die sog. Antagonisten) keinen Gegendruck mehr bekommen und aus dem Knochen herauswachsen (sog. Elongation). Der Verlust der Gegenzähne und Bißstörungen sind oft die Folge. Langfristig nimmt auch das Kiefergelenk Schaden, es knackt bei der Mundbewegung, Muskelschmerz tritt auf.
Wo liegen die Schwierigkeiten des Zahnersatzes am Freiende?
Der Ersatz fehlender Zähne gestaltet sich schwierig, weil ein hinterer Auflagepfeiler fehlt.
Eine fest verankerte Brücke kann daher nur unzureichend an den vorderen Zähnen befestigt werden. Hierzu ist ein Unterzungen- oder Gaumenbügel nötig, der den Tragekomfort deutlich einschränkt. Die auf der Schleimhaut aufliegende Prothese führt zudem zu Knochenabbau und nicht selten auch zur Überbelastung der Haltezähne. Eine mittelfristige Verschlimmerung der Situation ist hier die Folge.
Warum sind Implantate die beste Lösung am Freiende?
Den komfortabelsten Ersatz für fehlende Zähne amm Freiende bilden Zahnimplantate, da diese fest im Knochen verankert sind. Das Kiefergelenk wie auch die natürlichen Zähne werden wieder optimal abgestützt, eine Belastung der Restbezahnung wird vermieden. Zudem bieten Implantate auch den höchsten Tragekomfort, denn mit ihnen sprechen, lachen, beißen und kauen Sie wie mit Ihren natürlichen Zähnen.
Wieviele Implantate sind für eine Freiendversorgung erforderlich?
Wenn nur die großen Backenzähne fehlen, werden in der Regel zwei bis drei Implantate benötigt. Fehlen zudem die vorderen, kleineren Backenzähne, sind wenigstens drei bis vier Implantate notwendig. Die beste Lösung stellt jedoch der Ersatz jeden einzelnen Zahnes durch ein eigenes Implantat dar.
Wie geht die Implantation vor sich?
Nach Analyse des Knochenangebotes legt der Zahnarzt je nach Versorgung Anzahl und Typ der zu verwendenden Implantate fest. Diese werden dann in den Knochen eingebracht. Der dazu erforderliche Eingriff dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Er findet unter örtlicher Betäubung statt und tut deshalb nicht weh.Die Implantate heilen - von der Schleimhaut geschützt - in einem Zeitraum von 3 bis 7 Monaten in den Knochen ein. Nach der Einheilphase wird das Gewinde des Implantates freigelegt und schließlich im Zahnlabor eine individuelle Zahnkrone angefertigt.
Was sind die Vorteile der Implantatprothetik?
Implantate sichern nicht nur kompromisslose Stabilität beim Sprechen und Essen - sie gewährleisten auch langfristig den Erhalt der gegenüberliegenden Zähne und vermeiden Knochenschwund.
Wie lange hält ein Implantat?
Die moderne Implantologie hat hervorragende und vorhersagbare Erfolge: Bei guter Pflege und günstigen Voraussetzungen können Implantate solage ihren Dienst tun wie natürliche Zähne auch. Sie imitieren diese dabei und bieten den Zahnkronen einen absolut sicheren Halt.