Die Amalgamfüllung!

Amalgam ist vor allem deshalb so weit verbreitet, weil es extrem preiswert und leicht zu verarbeiten ist. Amalgame lassen sich direkt im Mund des Patienten modellieren. So werden Kosten für Technikerleistung, Abdrucknahme u.s.w. eingespart.
Amalgame weisen jedoch eine Vielzahl von Nachteilen auf: Dazu sollte man zunächst wissen, dass Amalgame, die es in verschiedenen Arten gibt, immer aus Metallspänen bestehen, die mit Quecksilber vermischt einen festen Verbund ergeben.
Um den Zahn mit Amalgam zu füllen, muss also zunächst das Quecksilber mit den Metallspänen vermischt und in den Zahn eingebracht werden. Bei diesem Vorgang gelangt natürlich auch Quecksilber in den Körper.
Quecksilber selber gehört in die Reihe der Schwermetalle, welche schon in geringen Dosen ein erhebliches Körpergift darstellen. Aber es ist nicht nur das Quecksilber allein, das unglücklich macht: Der Reaktionsprozess des Quecksilbers mit den Metallspänen führt nämlich zu einer sehr nachteiligen Ausdehnung des Füllungsmaterials. Auch das w#re zunächst noch tolerabel, da der Zahnarzt die Füllung etwa 3 Tage nach dem Legen polieren, und den durch die Ausdehnung entstandenen überhang beseitigen kann. Aber nun setzt ein schleichender Prozess ein: Die fertig scheinende Amalgamfüllung enthält immer noch sogenanntes "freies" Quecksilber und "freie" Metallspäne, die noch nicht miteinander reagiert haben. Dieses freie Quecksilber wird nun entweder aus der Füllung ausgewaschen und gelangt in den Organismus oder reagiert mit freien Metallspänen und führt so nachträglich zu einer ständigen Ausdehnung der Füllung.
Durch diesen schleichenden Prozess verliert die Füllung ihre Passgenauigkeit, wird an den Rändern undicht und bildet Randspalten, in welche Speichel eindringen kann. Der Speichel transportiert aber Bakterien und Ionen in diesen Spalt, wodurch auf der Seite des Zahnes Karies, und auf der Seite der Füllung Oxidation hervorgerufen wird.
Mit anderen Worten könnte man sagen, dass die Füllung "rostet", während der Zahn weiter durch Karies erweicht wird. Mit der Zeit wird so der Randspalt immer größer und der beschriebene Prozess um so stärker, bis es schließlich zum Abbrechen eines Zahnstücks oder zum Herausfallen der Füllung kommt. Der beschriebene Teufelskreis ist auch der Grund, warum sich unter alten Amalgamfüllungen regelmäßig Karies findet.
Ginge es lediglich um den erläuterten Prozess der zunehmenden Randspaltbildung, dann wäre eine Amalgamfüllung für einige Zeit durchaus tolerabel. Aber da ist eben noch ein zweites Problem: Das aus der Füllung freigesetzte Quecksilber steht nämlich in dringendem Verdacht, den Körper zu schädigen. Zwar versuchen Gesundheitspolitik und Krankenkassen uns Glauben zu machen, der Quecksilberaustritt wäre keine ernste Gesundheitsgefährdung. Auf der anderen Seite gibt es jedoch unträgliche Fakten, die diese Ansicht in Frage stellen.
Ein paar Beispiele hierzu:
Seit 1990 müssen die Speibecken der zahnärztlichen Behandlungsstühle mit einem sogenannten "Amalgamabscheider" ausgestattet sein, der das Spei- und Spülwasser der Patienten von Amalgam befreit, bevor es in die Kanalisation gelangt. Zuvor hatte der Gesetzgeber nämlich festgestellt, dass die Amalgamreste der zahnärztlichen Abwasser zu einem ganz erheblichem Teil zur Schwermetallbelastung des Grundwassers beitragen.
Weiterhin wurde im Frühjahr 1995 von der zuständigen Aufsichtsbehörde des Bundes der Beipackzettel für das Medikament Amalgam geändert: Dort stand nämlich bislang zu lesen, dass mit dem Legen einer Amalgamfüllung kein gesundheitliches Risiko verbunden sei. Dieser Satz ist nun jedoch ersatzlos gestrichen! Mehr noch: Es wurde empfohlen, wenn möglich auf andere Füllungsmaterialien zurückzugreifen und Amalgame in vielen Situationen, z.B. während einer Schwangerschaft, nicht zu verwenden.
So bleibt es schließlich Ihnen selber vorbehalten, was Sie von Amalgam denken und ob Sie dieses Füllungsmaterial in Ihrem Mund haben wollen. Aber was sind die Alternativen?