Das Keramikinlay!

Die Herstellung eines Keramikinlays bzw. einer Keramikteilkrone erfolgt durch den Zahntechniker in einem Speziallabor. Zunächst wird zur Laborherstellung ein präziser Abdruck der Mundsituation benötigt, mit dessen Hilfe ein Modell aus feuerfestem Spezialgips erstellt wird. Auf dem Gipsmodell werden nun verschiedene Keramikmassen in einem komplizierten Schichtungsverfahren aufgetragen und in einem Ofen bei fast 1000 Grad gebrannt. Das Resultat ist ein exakt in das Zahnloch passende Inlay, welches der natürlichen Zahnfarbe mit allen Details und Schattierungen angepasst werden kann. Das Keramikinlay erfüllt somit alle Ansprüche an eine ästhetisch einwandfreie Versorgung.
Aber nicht nur für den Techniker ist die Verarbeitung besonders aufwendig, sonder auch das Einsetzen dieser hochempfindlichen Keramikinlays durch den Zahnarzt bedarf einer besonderen Technik, da der zum Einsetzen verwendete Kunststoff keinerlei Kontakt mit der Mundfeuchte bekommen darf. Der Befestigungskunststoff ist es schließlich auch, der die eigentlich unendliche Lebensdauer des Keramikinlays begrenzt: Er unterliegt nämlich der selben Materialermüdung, wie die oben beschriebene Kunststofffüllung - wenngleich deutlich verzögert. Demgegenüber haftet aber dem Keramikinlay nicht der Nachteil der Kunststoffüllung an, sich bei Kaubelastung zu verformen und dadurch Randspalten aufzuwerfen. Das Keramikinlay ist daher durchaus ein sehr lang haltbares Füllungsmaterial, das letztlich jedoch nicht die Lebensdauer einer Goldfüllung erreichen kann.