Fehlfunktionen und Knacken im Kiefergelenk
Aber auch diesen Prozess versucht das Gebiss wieder auszugleichen, indem es sein Bewegungsmuster umändert. Das jedoch führt wiederum zu Fehlbelastungen von Zähnen und Muskelgruppen, und schließlich zu einer überlastung des Kiefergelenks. Das Kiefergelenk besitzt nämlich wie das Kniegelenk eine Gelenkscheibe aus Knorpel, welche besonders anfällig bei überbelastung ist. Von Problemen mit dem Kniegelenk hat deshalb auch jeder schon einmal gehört.
Erste Fehlfunktionen des Kiefergelenks kündigen sich durch Knacken bei weiter Mundöffnung, z.B. beim Gähnen, an. Dann ist es aber bereits zu spät, da die Abbauvorgänge am Gelenk nur noch - im besten Falle - gestoppt, aber nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Aber auch im Mund treten an den gekippten Zähnen Probleme auf, die schließlich in einem Knochenabbau gipfeln. Damit der Zahn kippen kann muß er nämlich an seiner Vorderseite Knochen abbauen. Auch der elongierte Zahn verliert Knochenkontakt, da er langsam aus dem Knochenfach wächst. Zusätzlich ragt er in die gegenüberliegende Zahnreihe hinein, wird bei Gleitbewegungen überbeansprucht und lockert sich. Wie schön wäre es, wenn diese Probleme rasend schnell eintreten würden, denn dann wäre sicherlich jedem das Problem bald klar. Aber leider treten diese Vorgänge erst sehr langsam in Erscheinung. Es ist ein schleichender Prozess, der sich erst Jahre später rächt. Um das zu vermeiden gilt der Grundsatz: Jede Lücke muß durch Zahnersatz geschlossen werden!
Für diesen Zahnersatz gibt es drei Möglichkeiten
- Die Brücke
- Die Prothese
- Das Implantat (künstliche Zahnwurzel)