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Dentalplus: „Wenn die Weisheit weh tut“

Wenn die Weisheit weh tut

Gründe, warum Weisheitszähne Probleme bereiten und eine vorbeugende Weisheitszahn-Entfernung sinnvoll sein kann

„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“ (Charlie Chaplin)

Karies, Parodontitis, Zahnwurzelschäden und schiefe Zähne: Weisheitszähne sind nicht selten schuld an Schmerzen und Zahnproblemen. Wir erklären, warum eine Entfernung der Weisheitszähne – auch als vorbeugende Maßnahme bereits im jugendlichen Alter – sinnvoll sein kann.

Wenn Schädel- und Kieferknochen bereits ausgewachsen sind, entstehen die Weisheitszähne als letzte Zähne im Kiefer. Bei jedem Menschen ist dieser Zeitpunkt unterschiedlich. Im Alter von 11 bis 12 Jahren sieht man die ersten Keime der Weisheitszähne, mit 16 bis 18 Jahren sind die Weisheitszähne dann ausgewachsen. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Weisheitszähne durchbrechen und die Mundhöhle erreichen. Nur bei ausreichendem Platz brechen sie durch. Daher schlummern sehr viele Weisheitszähne „unsichtbar“ im Kiefer oder erreichen nur mit einer kleinen Spitze die Mundhöhle. Sehr selten haben einige Menschen das Glück, dass gar keine Weisheitszähne angelegt sind.

„Da Weisheitszähne zusätzlich zu den sieben regulären Zähnen in jedem Quadranten des Gebisses angelegt sind, werden sie auch Achter genannt. Ihren Namen verdanken die Weisheitszähne übrigens der Tatsache, dass sie erst so spät durchbrechen. In früheren Zeiten wurde Alter eben mit Weisheit gleichgesetzt“, verrät Dr. Saneke.

Erbe aus der Steinzeit

Da meist der Platz im Kiefer fehlt, machen Weisheitszähne oft Ärger. Das liegt in der menschlichen Entwicklungsgeschichte begründet: Vor Millionen von Jahren, in der frühen Steinzeit, sahen der Schädel und die Kieferknochen unserer Vorfahren anders aus. Die Mundregion stand weiter vor, Ober- und Unterkiefer waren länger. In diesem Mund fanden alle 32 Zähne gut Platz. Im Laufe der Evolution verkürzte sich der menschliche Kiefer, doch die Menge der Zähne blieb gleich. Da Weisheitszähne als letzte Zähne wachsen, finden sie häufig nicht mehr genügend Raum: Sie verkeilen sich am Ende des Kiefers oder brechen nur teilweise durch (Teil-Retinierung). Das führt dann zu Schmerzen und Zahnproblemen.

Durchbruch mit Hindernissen

Der Druck, der beim Wachsen und Durchbrechen der Weisheitszähne entsteht, hat negative Folgen: Die Nachbarzähne verschieben sich in den Zahnreihen. Das führt nicht nur zu einem unangenehmen bis schmerzhaften Druckgefühl, sondern beeinträchtigt auch die Zahnästhetik durch schief stehende Zähne. Oft werden die benachbarten Zähne und Zahnwurzeln verletzt.

Beschwerden entstehen,

  • wenn der Weisheitszahn quer oder waagerecht im Kiefer wächst,
  • wenn er andere Zähne aus der Reihe drängt,
  • wenn er dem Nachbarzahn so nahekommt, dass das Zähneputzen erschwert ist,
  • wenn er sich entzündet.

Pro und Kontra: vorbeugend Weisheitszahn ziehen

Die Diskussion, ob Weisheitszähne bleiben oder entfernt werden sollten, führt oft zu Ratlosigkeit. Die einen Zahnärzte warnen vor Operationsrisiken, die anderen vor den möglichen problematischen Folgen für das gesamte Gebiss beim Verbleib der Weisheitszähne.

Zu den Risiken einer Weisheitszahn-OP zählen Verletzungen der Unterkiefer-Nerven, was zu einer dauerhaften Gefühlseinschränkung der Lippe oder Zunge führen kann. Wundheilungsstörungen bergen das Risiko, dass sich die Wunde entzündet und die Infektion sich auf den Kieferknochen ausbreitet. Allerdings können bei einer sorgfältigen Planung des Eingriffs und vor allem durch die Anfertigung einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme diese möglichen Komplikationen zuverlässig vermieden werden.

„Dank unserer moderner Röntgendiagnostik erhalten wir im Vorfeld ein aussagekräftiges Bild, das die Weisheitszahnentfernung erleichtert und so die Nebenwirkungen einer Weisheitszahn-OP deutlich reduziert“, versichert Dr. Saneke.

Es ist unbestreitbar, dass Weisheitszähne, die im Kiefer verbleiben, Zahnbeschwerden verursachen können. Vor allem wenn ein Weisheitszahn nur teilweise herauswächst. Ist dieser nur schwer zu reinigen, entzündet er sich leicht. Karies, Parodontitis, Zahnfehlstellungen sowie Zahnwurzelschäden an den benachbarten Backenzähnen sind ebenfalls häufige Komplikationen. Zysten gehören zu den gefährlichsten Begleiterscheinungen. Diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume entstehen oft unbemerkt und schädigen das umliegende Gewebe, also auch den Kieferknochen. Außerdem kann das Aufbrechen einer Zyste in einer tödlichen Blutvergiftung enden.

Zusammengefasst: Weisheitszähne sollten entfernt werden, wenn

  • sie beim Beißen oder Kauen stören,
  • sie Schmerzen im Kiefer oder im ganzen Gesicht auslösen,
  • sie Karies oder Parodontitis verursachen,
  • das umgebende Zahnfleisch entzündet ist,
  • die Zahnwurzeln entzündet sind,
  • sich in der Umgebung Zysten oder Geschwüre gebildet haben,
  • die Nachbarzähne sich verschieben oder erkranken.

Je früher, desto besser?

Wir bei Dentalplus empfehlen, möglichst im jugendlichen Alter zwischen 13 und 16 Jahren die Weisheitszähne entfernen zu lassen.

Zwar gibt es keine Altersgrenze für die Weisheitszahn-Entfernung, doch macht sie am meisten Sinn, sobald erkennbar ist, dass kein Platz im Kiefer vorhanden ist und voraussichtlich Beschwerden entstehen werden.

Keine Angst vorm Zahnarzt

Sie interessieren sich für eine Weisheitszahnbehandlung? Sprechen Sie uns in der Praxis an oder vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin. Wir bei Dentalplus sind auf Angstpatienten spezialisiert. 

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